Sie möchten in Zukunft Solarenergie nutzen, sind aber unsicher, ob an Ihrem Haus eine Montage möglich ist? Unsere ZWS-Solarteure haben Ihnen hier eine kleine Übersicht erstellt, welche Möglichkeiten Sie bei der Montage der Kollektoren haben.
Die bei ZWS-Kunden beliebtesten Varianten bei der Montage von Thermischen Solarkollektoren werden hier beschrieben:
Die Aufdachmontage:
Die Vorteile der Aufdachmontage liegen in dem geringen Montageaufwand. Insbesondere bei der nachträglichen Montage von Solaranlagen kommt sie deshalb in den meisten Fällen zum Einsatz. Da bei der Aufdachmontage die Dacheindeckung kaum verändert wird, können hier praktisch keine Dichtigkeitsprobleme auftreten. Auch bei ZWS-Kunden ist diese Art der Kollektormontage sehr beliebt.
Für die Aufdachmontage nimmt man an jedem Befestigungspunkt eine Dachziegel heraus und verbindet einen sogenannten Sparrenanker mit dem darunterliegenden Sparren.
Für einen Kollektor mit 2,42 Fläche reichen z.B. vier Befestigungspunkte aus. An den Sparrenankern werden Halteschienen montiert, an denen schließlich der Kollektor befestigt wird. Die Sparrenanker sind so geformt, dass sie zwischen zwei übereinander liegenden Dachziegeln herausgeführt werden können. Dazu muss im überlappenden Bereich der beiden Dachziegel der Falz entfernt werden.
Die Rohrleitungen für Vor- und Rücklauf sowie die Anschlussleitung für den Fühler werden durch Lüfterziegel in das Dachinnere geführt. Bei der Dämmung der Rohrleitungen ist besonders auf eine UV- und witterungsbeständige Dämmung zu achten.
Achten Sie darauf, dass Sie Montagegestelle aus korrosionsarmen, bzw. -freien Materialien wie Aluminium oder Edelstahl verwenden, die der langen Lebensdauer der Kollektoren gerecht werden.
Hier sehen Sie das Dach eines ZWS-Kunden während und nach der Montage der Solarkollektoren:

ZWS-Befestigungsschienen zur Aufdachmontage

Fertig montierte ZWS-Kollektoren
Die Indachmontage / Dachintegration:
Die Vorzüge der Indachmontage, auch Dachintegration genannt, sind ein optisch gefälligeres Erscheinungsbild, eine geringfügig bessere Wärmedämmung des Kollektors durch kleinere Außenflächen und besonders bei Neubauten die Einsparung von Dachziegeln. Nachteilig ist, dass durch das Öffnen der Dachhaut ein erhöhter Montageaufwand erforderlich wird.
Bei Dachneigungen unter 30° werden Indachmontagen schwierig und können zu Dichtigkeitsproblemen der Dachhaut führen. Die Indachmontage wird hauptsächlich bei Neubauten eingesetzt, da schon die erforderliche Fläche und die Position des Kollektors in der Planungsphase vom Architekten festgelegt werden können. Bei der Indachmontage wird der Kollektor mit Winkeln direkt auf den Sparren oder die Dachlattung verschraubt. Dazu werden vorher die entsprechenden Ziegel abgedeckt. Die Unterspannbahn oder andere Unterkonstruktionen dürfen dabei nicht beschädigt werden.
Nach der Montage des Kollektors werden die Anschlussleitungen direkt unter den Ziegeln in das Dach eingeführt. Für die Einführung der Verrohrung eignen sich bei Pfannendeckung sogenannte Lüfterpfannen besonders gut.
Besondere Sorgfalt ist beim Einbinden des Kollektors in die übrige Dachhaut erforderlich. Dies geschieht ähnlich wie beim Einbau eines Dachflächenfensters. Manche Eindeckungen sind so angebracht, dass das Wasser nicht seitlich, sondern über den Kollektor abfließt. An den Seiten erfolgt die Einbindung mit Profilen aus Zinkblech oder Aluminium.
Hinweis: Achten Sie auf die fachgerechte Montage des Eindeckrahmens.

ZWS-Montageskizze: Dachintegration eines Solarkollektors

ZWS-Schnittzeichnung: Indachmontage Solarkollektor
Flachdachmontage / Aufständerung:
Für die Flachdachmontage wird, ebenso wie bei der Freiaufstellung von Kollektoren, ein Untergestell verwendet, welches die Kollektoren trägt. Der Vorteil bei einer Flachdachmontage besteht darin, dass der Kollektor in den meisten Fällen exakt ausgerichtet werden kann.
Da die Windlast mit der Höhe des Daches zunimmt, dürfen die auftretenden Windkräfte auf keinen Fall unterschätzt werden. Um eine Beschädigung der Dachhaut von Flachdächern durch eine Verankerung der Untergestelle zu vermeiden, verwendet man in den meisten Fällen Gewichte um der Windlast entgegen zu wirken. Für Gebäude bis 8 m Höhe beträgt das notwendige Gewicht ca. 75 kg je m2 Kollektorfläche, bei höheren Dächern sollten es mindestens 125 kg je m2 sein. Bei einer „Standard-Flachkollektoranlage“ mit einer Fläche von 6 m2 kann sich somit eine Gewichtsbelastung des Daches von 750 kg ergeben. Die Unterkonstruktion des Daches sollte deshalb vor der Installation gegebenenfalls von einem Statiker auf die sich durch die Gewichte ergebenden Lasten hin geprüft werden.
Die Aufstellung der Kollektoren durch ein Ständersystem lässt in der Regel eine bequeme Montage zu. Bei Aufstellung mehrerer Kollektoren hintereinander, muss darauf geachtet werden, dass diese sich nicht gegenseitig verschatten. Aus diesem Grund ist ein Mindestabstand zwischen den Kollektorreihen einzuhalten. Dieser hängt von den Kollektormaßen und dem Aufstellungswinkel ab.
Tipp:
Vermeiden Sie bei der Flachdachmontage Dachdurchdringungen, da diese auf Dauer Undichtigkeiten am Flachdach verursachen können. Überprüfen Sie vor Installation der Kollektoren die statische Belastbarkeit Ihres Flachdaches.
Hier sehen Sie Fotos einer ZWS-Referenzanlage. In diesem Fall hat der Kunde die Montagegestelle an Stahlträgern befestigt.

ZWS-Montagegestell für die Flachdachmontage des Kollektors

ZWS-Kollektor, auf Flachdach montiert
Sonstige Montagemöglichkeiten:
Es gibt natürlich noch weitere Möglichkeiten, Solarkollektoren zu montieren. Beispielsweise kann man die Kollektoren auch mit Hilfe von speziellen Konsolen an der Hausfassade befestigen. Dies wird jedoch nur selten gemacht, daher gehen wir hier nicht näher darauf ein.
Abschließend kann man sagen, dass es fast immer einen Weg gibt, die Sonne als zusätzliche Wärmequelle für sein Heizungssystem zu nutzen und so die Umwelt und seinen Geldbeutel zu schonen.
Hier noch ein wenig Werbung für ZWS:
Sie haben Interesse an einer Solaranlage? Unsere ZWS-Energieberater stehen Ihnen natürlich für eine Beratung zur Verfügung. Verwenden Sie einfach das Kontaktformular auf ZWS.de.